Artikel - Entstehungsgeschichte und Beschreibung des Nussknackers


1. Der Nussknacker aus dem Erzgebirge und seine Entstehung

Die Entstehung des für das Erzgebirge typischen

Nussknackers

 beginnt Mitte des 19. Jahrhunderts. Der damals in Seiffen ansässige Holzkünstler Wilhelm Füchtner schnitzte die Figur erstmalig in seiner noch heute typischen Form. Inspiriert wurde er von dem Kindermärchen

"König Nussknacker und der arme Reinhold"

, in dem die Geschichte eines kleinen kranken Jungen erzählt wird, der im Traum von einem

Nussknacker

 durch eine Spielzeugwelt geführt wird. Als der Knabe wieder erwacht, findet er jene Spielsachen aus der Phantasiewelt unter dem Weihnachtsbaum und wird daraufhin wieder gesund. Dies ist die erste dokumentierte Bezugnahme des

Nussknackers

 auf die Weihnachtszeit und der Anfang der einzigartigen Erfolgsgeschichte eines kleinen Mannes aus Holz.

2. Der Nussknacker und seine Vielfalt

Nussknacker Der

Nussknacker

 in seiner bekannten Form spiegelt die damaligen sozialen Lebensverhältnisse der Erzgebirgler und deren Ehrfurcht gegenüber der Obrigkeit wieder. Oft symbolisiert er den König, den Ortspolizisten oder den einfachen Soldaten, deren Gesetze vielen Bewohnern so manch harte Nuss zu knacken gaben. Charakteristisch sind hierfür insbesondere der grimmige Gesichtsausdruck oder die große Mundöffnung, was sowohl Respekt als auch Angst einflößen sollte. Den

Nussbeißer

 gibt es in unterschiedlichen Größen und vielfältigen Farben, wobei jedes Einzelstück handgefertigt und handbemalt wird. Dabei wird das bekannte

"Holzmännel"

 in über hundert Arbeitsschritten hergestellt und besteht aus bis zu 60 Einzelteilen, die in liebevoller Feinarbeit zusammengesetzt werden. Allerdings eignet sich der

Nussknacker

 weniger zum Knacken von Nüssen, da er meist aus sehr weichem Holz, vornehmlich Fichtenholz, angefertigt wird. Vielmehr ist er ein kreatives Spielzeug und vor allem Teil der typischen

Weihnachtsdekoration im Erzgebirge

. Heutzutage ist die

erzgebirgische Holzfigur

 aufgrund der filigranen Verarbeitung, dem hohen Bekanntheitsgrad und der besonderen Charakteristik ein wertvolles Sammlerobjekt in der ganzen Welt.
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