Artikel: Niedergang des Bergbaus


1. Niedergang des Bergbaus
Im Zuge der urbanen

Erschließung des Erzgebirges

 und der umfangreichen Erzfunde wuchs die Region schnell zu einer der reichsten Gebiete Deutschlands heran. Der

Bergbau

 wurde zu einem tragenden Wirtschaftspfeiler, weshalb die Menschen aus vielen Gegenden sich rund um die Fundstätten ansiedelten. Nach Jahrhunderten des Abbaus an der Oberfläche waren die Mineralvorkommen erschöpft und die Förderung aus tieferen Bodenschichten unrentabel, so dass die Bevölkerung ihre Erwerbsgrundlage verlor und schließlich verarmte.

2. Anfänge der Holzmanufakturen Ende des 18.Jahrhunderts
Mit dem Niedergang des

Bergbauwesens im 17. und 18. Jahrhundert

 mussten neue Erwerbsquellen gefunden werden, was das Zeitalter der

Holzmanufaktur

 einleite. Neben bereits bekannten kleinbäuerlichen Tätigkeiten wie

Klöppeln, Nähen und Sticken

 wurde Holz die neue finanzielle Einnahmequelle, das im

Erzgebirge

 ein unbegrenzter Rohstoff war. Die handwerkliche Bearbeitung des Materials wurde dabei maßgeblich von Motiven des über Jahrhunderte vorherrschenden Bergbaus geprägt. So beinhalten beispielsweise

Weihnachtspyramiden

 und Schwibbögen thematisch stickende Bäuerinnen oder schürfende Bergmänner.

3. Weitere Entwicklung
Die

Handwerkskunst aus dem Erzgebirge

 wuchs im Laufe der Zeit zu einem neuen Industriezweig, dessen Bekanntheit sich schnell über die regionalen Landesgrenzen hinaus verbreitete. Durch die immer kunstvollere und filigranere Bearbeitung des Holzes entstanden kreative und besinnlich anmutende Wohnungsaccessoires in der rau wirkenden Erzgebirgsgegend. Insbesondere die Dekoration zur Weihnachtszeit mit

Räuchermännern, Weihnachtspyramiden, Nussknackern, Schwibbögen und Holzspielzeugen

 avancierte zum neuen Aushängeschild des Erzgebirges. Diese Entwicklung dauert bis heute an und prägt entscheidend das Bild der Region.

Braun Firmenschild 4. Heutiger Stand der Technik
Seit nunmehr über 250 Jahren werden in den

Holzwerkstätten des Erzgebirges

 die traditionellen Schnitzereien hergestellt. Besonders interessant bei der Manufaktur ist, dass nach wie vor alle original aus dem Erzgebirgige stammenden Kunstwerke mit Liebe und Geduld handgefertigt werden, sodass jedes ein anmutig wirkendes Unikat ist. Somit hat sich letztlich Tradition und Qualität gegen moderne automatisierte Herstellungsmethoden und Unvollkommenheit durchgesetzt.

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